Regelanpassung für den Siebenjährigen Krieg

Stand: 28.12.2014

Vorwort

Das folgende Regelwerk dient dazu, das Spiel Axis & Allies an den Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 anzupassen.

Zu den geschichtlichen Hintergründen dieses "ersten Weltkriegs im Achtzehnten Jahrhundert" siehe Wikipedia.

Grundlage sind die Spielregeln von Axis & Allies mit den hier beschriebenen Anpassungen.

1. Konfliktparteien

Folgende Konfliktparteien werden unterschieden:

  1. Frankreich
  2. Brandenburg-Preußen
  3. Habsburg (Österreich / Hl. Röm. Reich deutscher Nation)
  4. Großbritannien-Hannover
  5. Russland / Schweden

Brandenburg-Preußen und Großbritannien-Hannover sind miteinander verbündet.

Auf der anderen Seite steht die Koalition aus Frankreich, Habsburg, Russland und Schweden (die beiden letztgenannten werden von einem Spieler gemeinsam gespielt).

Im realen Siebenjährigen Krieg gab es weitere Konfliktparteien. Sie werden durch einen der oben genannten fünf Spieler mitgespielt.

2. Kriegsschauplätze

Es gibt folgende Kriegsschauplätze:

  1. Europa
  2. Nordamerika
  3. sowie den Atlantik

Die im realen Siebenjährigen Krieg zusätzlich vorhandenen Nebenkriegsschauplätze Indien, Philippinen, Afrika, Mittel- und Südamerika sowie die Karibik werden hier weggelassen oder vernachlässigt.

3. Einheiten

Es gibt folgende Arten von Einheiten:

  Bezeichnung Kosten Bewegung Angriff Verteidigung Bemerkung
Kaserne 20 - - - zur Produktion / Stationierung von Land- und Seeeinheiten
Infanterie 5 2 1 2  
Jäger 7 2 2 2  
Kavallerie 8 3 2 1  
Artillerie 9 1 3 4  
Monarch - 3 s.u. - siehe Anmerkung unten
Transportschiff 15 2 0 1  
Fregatte 22 2 2 2  
Linienschiff 40 2 4 4  

Monarch

Der einzige Monarch, der aktiv ins Spiel eingreift, ist der preußische König Friedrich II.. Es ist angedacht, dass bei Schlachten, in denen die preußische Armee unter seiner Beteiligung angreift, die preußische Infanterie mit 2 statt mit 1 angreift. Dies ist im Spiel jedoch noch nicht umgesetzt.

Nach einer verlorenen Schlacht kann sich Friedrich II. in ein direkt angrenzendes Nachbargebiet zurückziehen, vorausgesetzt, es ist nicht von feindlichen Truppen besetzt. Wenn nach einer verlorenen Schlacht kein unbesetztes Ausweichgebiet angrenzt, gerät Friedrich II. in Gefangenschaft und scheidet aus dem Spiel aus. Preußen nimmt dann ohne seinen König am weiteren Spielverlauf teil. Auch dies ist im Spiel noch nicht umgesetzt.

Indianer

Es ist angedacht, Indianer als zusätzliche Hilfstruppen auf französischer bzw. englischer Seite in Nordamerika einzusetzen. Indianer sind im Angriff stark wie Jäger, jedoch schwach in der Verteidigung ihres Lagerplatzes. Indianer können im Spielverlauf nicht nachgekauft werden. Indianer sind im Spiel noch nicht umgesetzt.

Bewegung von Segelschiffen

Alle Arten von Segelschiffen haben einen toten Winkel zum Wind. Rahsegler können gut vor dem Wind segeln aber nicht genau dagegen. Um einen Punkt direkt im Wind anzusteuern, muss das Segelschiff kreuzen. Dies wird im Spiel dadurch modelliert, dass bei einer vorherrschenden Hauptwindrichtung, z.B. den Passatwinden des Atlantiks, einer von acht Sektoren nicht direkt erreichbar ist und zwar der, aus dem der Wind kommt.

4. Startaufstellung

Kriegspartei Geld Gebiete Produktion Einheiten Angriff Verteidigung
Frankreich 55 39 55 101 187 245
Brandenburg-Preußen 70 56 70 83 138 188
Habsburg 60 47 60 36 67 93
Großbritannien-Hannover 80 32 80 92 165 217
Russland / Schweden 35 13 35 34 46 70
  150 / 150 99 / 88 150 / 150 171 / 175 300 / 303 408 / 405

Startaufstellung entsprechend der Programmimplementierung. Diese ist hier im Detail nicht wiedergegeben.

5. Spielphasen

5.1 Kauf neuer Einheiten

Monarchen und Indianer können nicht nachgekauft werden.

5.2 Kampfbewegungen

5.3 Kampf

Verteidiger mit Erstschussrecht

Bei Landschlachten können verteidigende Infanterie- und Artillerieeinheiten einen ersten Schuss auf die Angreifer abfeuern. Alle angreifenden Einheiten, die dabei getroffen werden, werden sofort aus dem Spiel genommen, ohne die Möglichkeit einen Gegenschuss abzufeuern.

Angreifende Linienschiffe mit Erstschussrecht

Bei Seeschlachten können angreifende Linienschiffe einen ersten Schuss auf die Verteidiger abfeuern. Alle angegriffenen Schiffe, die dabei getroffen werden, werden sofort aus dem Spiel genommen, ohne die Möglichkeit einen Gegenschuss abzufeuern.

Bei Landeoperationen geben Linienschiffe eine unterstützende Salve auf die verteidigenden Landeinheiten ab.

5.4 Bewegung ohne Kampf

5.5 Stationieren neuer Einheiten

5.6 Produktion / Einkommen

6. Spielende / Siegbedingungen

Das Spiel ist beendet, wenn mindestens zwei Kriegsparteien ihre Kriegsziele erreicht haben. Diese beiden Kriegsparteien müssen nicht notwendigerweise miteinander verbündet sein.

Um zu gewinnen, müssen am Ende einer kompletten Runde folgende Zielgebiete mit eigenen Truppen besetzt sein:

Kriegspartei Zielgebiete
Frankreich Paris, Strasbourg, Quebec, Kleve, Hannover, Lüneburg, Menorca, Albany
Brandenburg-Preußen Berlin, Königsberg, Breslau, Emden, Kassel, Dresden, Eger, Prag, Brünn
Habsburg Wien, Eger, Brünn, Prag, Dresden, Liegnitz, Breslau, Kassel
Großbritannien-Hannover London, Hannover, Gibraltar, Albany, Quebec, Montreal, Louisbourg
Russland / Schweden Sankt Petersburg, Riga, Stralsund, Wismar, Usedom, Danzig, Tilsit, Memel

Brandenburg-Preußen und Großbritannien-Hannover sind miteinander verbündet und können selbstredend zusammen gewinnen. Entsprechendes gilt für die Gegenseite bestehend aus Frankreich, Habsburg und Rußland / Schweden.

Es ist jedoch auch möglich, daß Großbritannien und Österreich oder Großbritannien und Rußland / Schweden gleichzeitig gewinnen. Ebenso kann Brandenburg-Preußen zusammen mit Frankreich oder mit Rußland / Schweden gewinnen.

Nicht gleichzeitig gewinnen können Großbritannien und Frankreich sowie Preußen und Österreich.